Reisetipps und japanische Kultur

Alphabetisch nach Stichwörtern geordnet habe ich hier ein paar Sachen zusammengeschrieben, die Ihnen vielleicht von Nutzen sein können, wenn Sie mal nach Japan reisen

Adapter

-> Strom

Anime

Entgegen anderslautender Gerüchte bekommt man Animes (d.h. Videos, LDs und DVDs) keineswegs an jeder Ecke. Anders sieht das mit den telefonbuchdicken Manga-Sammlungen aus, die meist wöchentlich erscheinen und an jedem Kiosk vorrätig sind. Für höherwertige Druckerzeugnisse (sprich Bilderalben etc.) müssen Sie allerdings dann doch wieder eine (auf Anime spezialisierte) Buchhandlung, etwa K-Books, aufsuchen.

Es gibt drei Arten von Anime-Läden. Die erste Sorte verkauft Videos und DVDs zum regulären Preis (meist ab 5000 Yen, für Ghibli-Sachen 8000 - 10000 Yen). Die zweite Sorte hat mehr oder weniger viele Sonderangebote. Und die dritte Sorte (z.B. die Läden der Book-Off-Kette) verkauft gebrauchte LDs, Mangas, CDs usw. - natürlich ebenfalls erheblich unter dem Normalpreis. Gebrauchte Sachen sind im allgemeinen in sehr gutem Zustand und können praktisch bedenkenlos gekauft werden.

Ansichtskarten

Da man sich in Japan kaum Karten schreibt, gibt es auch kaum welche zu kaufen. Und wenn, dann meistens Päckchen, die um die 10 Ansichtskarten enthalten. Jedenfalls, wenn Sie wo welche sehen und vorhaben, Ihren Freunden und Verwandten Karten zu schicken, dann sollten Sie zugreifen, denn so schnell werden Sie keine zweite Gelegenheit bekommen. Am besten sind noch bekannte Sehenswürdigkeiten, dort gibt es meistens Karten mit den passenden Motiven zu kaufen.

Übrigens kostet das Postkartenporto nach Deutschland 70 Yen (Stand 1999, hat sich in den letzten 13 Jahren aber nicht viel geändert). Wenigstens das ist dort billiger als bei uns.

Arbeitswelt

Bad

-> Umgangsformen

Bahn

-> JR

Benehmen

-> Umgangsformen

Busfahren

Sie müssen hinten einsteigen und ein Kärtchen mit einer Nummer ziehen. Über dem Fahrer ist eine Anzeigetafel, an der zu jeder Nummer der Fahrpreis steht. Je weiter die Fahrt geht, desto höher klettert diese Anzeige. Wenn Sie aussteigen, werfen Sie das Kärtchen mit dem abgezählten Geld in das Kästchen neben dem Fahrer. Der Fahrpreis beträgt typischerweisen 200 - 300 Yen. Haben Sie kein Kleingeld, können Sie einen 1000-Yen-Schein in einen anderen Schlitz des Kästchens schieben und bekommen dann Münzen heraus.

Dieses Prinzip ist überall in Japan gleich. Im übrigen lohnt es sich den Fahrer zu fragen, ob er dort hinfährt, wo Sie hinwollen, denn manchmal gibt es mehrere Bus-Linien gleicher Nummer. Lernen Sie so gut japanisch, daß Sie ersten fragen können und zweitens die Antwort verstehen, denn mit Englisch kommen Sie nicht weit.

Essen

Zum Essen muß ich vorab zugeben, daß ich zumindest einem Teil des typisch japanischen Essens, insbesondere Sushi, nichts abgewinnen kann. Die folgende Zusammenstellung ist also nicht ganz objektiv.

Die japanische Tier- und Pflanzenwelt ist zwar schon immer sehr artenreich gewesen, Eßbares scheint aber nicht viel dabei gewesen zu sein. Die traditionelle japanische Küche verwendet daher hauptsächlich Reis, Algen, Fisch und als Gewürz hauptsächlich verschiedene Sorten Soja-Sauce (jap. Shouyu), die allerdings für mich alle gleich schmecken. Dazu kommt eingelegtes und versalzenes Gemüse und eine Menge unidentifizierbarer Dinge.

Übrigens - wenn Sie in einem Restaurant (egal welcher Kategorie) essen, ist immer ein Glas Wasser (im Sommer mit Eiswürfeln drin) umsonst dabei. Wenn Sie es leergetrunken haben, bekommen Sie neues nachgeschenkt (in teureren Restaurants) bzw. können sich selbst nachgießen (in billigeren Eßbuden).

Früchte

Einige Früchte haben in Japan bestimmte symbolische Bedeutungen:

Fuurin (Windglöckchen)

Sowohl in Animes als auch im realen Japan sieht man öfters diese über den Veranden aufgehängten, an Papierstreifen befestigten Glöckchen, die bei jedem Lufthauch leise bimmeln. Sie dienen nicht nur der Dekoration, sondern haben auch einen interessanten praktischen Zweck.

In Japan ist der Sommer bekanntlich sehr heiß und jeder Windhauch wird als Abkühlung herbeigesehnt. Und um diese erhoffte Abkühlung anzukündigen, dienen die Fuurin. Und selbst wenn die Luftbewegung für eine tatsächliche Erleichterung gar nicht ausreicht, gibt es doch immer noch die psychologische Wirkung.

GAMERS

Anime-Kaufhauskette und Produktionsfirma, bekannt z.B. durch das Anime DiGi Charat.

Geld

Wenn Sie eine Unterkunft mit Halbpension haben, müssen Sie zusätzlich mindestens ca. 2000 - 3000 Yen pro Tag für Mittagessen, U-Bahn und Busfahrten, Getränke usw. kalkulieren.

Am besten bezahlen Sie bar. Da Japan ein ziemlich sicheres Land ist, brauchen Sie normalerweise keine Angst zu haben überfallen zu werden, auch wenn Sie größere Mengen Bargeld bei sich haben.

Geschäfte

Die Konviniis (Convenient-Stores, etwas die 7/11) haben immer auf. Die übrigen Geschäfte öffnen meist so ungefähr von 10 - 20 Uhr. Wer zum Shopping gehen will, sollte also kein Frühaufsteher sein. Das Anime-Paradies K-Books in Tokyo-Akihabara macht sogar erst um 12 auf.

Harmoniebedürfnis

Es ist eins der bekanntesten Japan-Klischees, daß die Japaner besonders harmoniebedürftig seien und sich als eine Art große Familie empfänden, gerade auch im Hinblick auf ihre Firmen und die berühmte lebenslange Beschäftigungsgarantie.

Tatsächlich sind die Japaner etwa genau so harmoniebedürftig, wie die Deutschen, Türken, Amerikaner oder jedes beliebige andere Volk. Trotzdem ist dieses Vorurteil wohl nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Es stammt von einem Deutschen, der um das Jahr 1640 zu der holländischen Vertretung auf Dejima kam und dort ein paar Jahre arbeitete. In Europa und speziell im Ersten Deutschen Reich tobte damals der Dreißigjährige Krieg, währen in Japan seit über einer Generation (und noch weitere 200 Jahre) Frieden herrschte. Der Mann empfand Japan damit wohl als eine Art Insel der Seeligen. Er schrieb auch ein Buch, und so ging diese Vorstellung in die Ideenwelt über Japan ein.

Hotels

Die meisten Hotels in Japan sind inzwischen im westlichen Stil. Es gibt aber auch noch einige im japanischen Stil, sog. Ryokan und Minshuku.

JASMS Japanisch Sprachkurs - Ryokan

Der Fußboden der Zimmer besteht aus Tatami-Matten und darf selbstverständlich nicht mit Straßenschuhen betreten werden. Auf die Tatamis kommen dann zum Schlafen dünne Matratzen, die tagsüber zusammengerollt im Schrank verstaut werden. Obwohl es vielleicht nicht so aussieht, schläft man auf diese Weise recht gut. Viel Möblierung haben solche Zimmer allerdings nicht, so daß man seine Sachen, wie im Bild ersichtlich, irgendwie auf dem Boden ausbreiten muß.

Ryokan und Minshuku sind i.A. billiger als Hotels im westlichen Stil. Ich weiß nicht genau, was eine Übernachtung kostet, aber es dürften trotzdem noch um die 100 DM pro Nacht sein. Japan ist halt ein teures Land.

JR

"Japan Rail". Eisenbahnfahren ist in Japan kein billiges Vergnügen, Ausländer können aber mit dem sog. Japan Rail Pass für eine bestimmte Zeit (fast) jeden Zug beliebig oft benutzen.

Preise(Stand 1999): Erwachsener Kind Preise(Stand Novmeber 2008): Erwachsener Jugendlicher Kind
7 Tage 28300 Yen 14150 Yen 5 Tage 20000 Yen 16000 Yen 10000 Yen
14 Tage 45100 Yen 22550 Yen 10 Tage 32000 Yen 25000 Yen 16000 Yen
21 Tage 57700 Yen 28850 Yen

Gültig ist dieser Pass für folgende Eisenbahnen, Busse und Fähren:

Weitere Informationen (englisch) bekommen Sie hier.

Kosten

Obwohl Japan als eins der teuersten Reiseländer gilt, können Sie dennoch recht billig durchkommen.

- Einen Flug bekommen Sie über das Internet für ca. 700 - 800 Euro hin und zurück Die Preise schwanken allerdings je nach Fluggesellschaft und Jahreszeit (im Winter billiger, im Sommer teurer) erheblich. Suchen spart hier eine Menge Geld!

- Für ein relativ anständiges Hotel brauchen Sie nicht mehr als 3000 Yen pro Nacht auszugeben. Adressen finden Sie in meiner Link-Liste.

- Essen: da zumindest bei den billigen Hotels nichts zu Essen dabei ist, können Sie sich 1) selbst etwas aus Deutschland mitbringen (auf dem Hinweg ist der Koffer ja noch relativ leer), 2) im Supermarkt etwas Eßbares kaufen, 3) in ein Restaurant gehen. Wenn Sie sich in eine der Raamen-Küchen trauen, bekommen Sie eine riesige Portion für ein paar hundert Yen. Für Essen und Getränke sollten Sie ca. 2000 Yen pro Tag einkalkulieren.

- Transport: Ohne JR-Ticket ist die Eisenbahn praktisch unbezahlbar. Die U- und S-Bahnen in Tokyo sind zwar auch nicht ganz billig, aber die üblichen Strecken, die man so jeden Tag abfährt, addieren sich alles in allem auf höchstens 1000 Yen pro Tag.

- Und dazu kommt dann natürlich das, was sie einkaufen. Dafür gibt es natürlich keine Obergrenze. Aber immerhin: an gebrauchten Mangas ist mit Abstand das teuerste der Transport nach Deutschland. (Denn wer kauft davon so wenig, daß er sie noch ins Fluggepäck bringt?)

Kotatsu

Japanische Häuser und Wohnungen haben normalerweise keine Heizung, da Japan ein recht warmes Land ist. Trotzdem kann es im Winter recht kalt werden. Deswegen gibt es in japanischen Wohnungen meist eine Art Tisch-Ofen, an dem man sitzt und unter den man die Beine stecken kann, um sich auf diese Weise zu wärmen: den Kotatsu.

Magatama

Uraltes japanisches Kultsymbol und Schmuckstück. Siehe hier.

Monate

Die Japaner benennen ihre Monate einfach der Reihe nach: Ichigatsu (1. Monat = Januar), Nigatsu (2. Monat = Februar) usw. bis Juunigatsu (12. Monat = Dezember)

Daneben gibt es aber auch noch poetische Namen für die Monate:

  1. Mutsuki: der Monat der Zuneigung. Man feiert mit Familie und Freunden das neue Jahr.
  2. Kisaragi: der Monat, in dem man gegen die Kälte viele Kleider anzieht.
  3. Yayoi: der Monat des erneuten Wachtums.
  4. Uzuki: der Monat, in dem der Deutzia-Busch blüht.
  5. Satsuki: in diesem Monat wird Reis gepflanzt.
  6. Minazuki: der wasserlose Monat.
  7. Fuzuki / Fumizuki: in diesem Monat wachsen die Reis-Ähren, und man schreibt Gedichte
  8. Hazuki: der Monat der fallenden Blätter.
  9. Nagatsuki: der Monat der langen Nächte.
  10. Kannazuki: der gottlose Monat. Alle Götter verlassen ihr Heim und versammeln sich am großen Izumo-Schrein. (Siehe z.B. Kannazuki no Miko)
  11. Shimotsuki: der Monat des Frostes.
  12. Shiwasu: der Monate der eifrigen Priester. (Die Kanji dieses Monats können auch "rennender Lehrer" gelesen werden - in einer Folge von Azumanga Daioh macht Kimura-sensei daraus ein Wortspiel.)

(Danke an Alf Jung für diese Informationen.)

Notrufnummern

Diese Nummern sind Japan-einheitlich:

104: Telefonauskunft (gebührenpflichtig)

110: Polizei (kostenlos)

119: Notarzt (kostenlos)

0049 116 116: Kreditkarte sperren

Ofuro

Japanisches Bad. Siehe auch Umgangsformen

Postkarten

-> Ansichtskarten

Religion

Schulsystem

6 Jahre Grundschule (ca. 6 - 12)

3 Jahre Mittelschule (ca. 13 - 15)

3 Jahre Oberschule (ca. 16 - 19)

danach optional 4 Jahre Universität

Nur etwa 25 - 30% der Arbeitsplätze in Japan bieten wirklich die berühmte lebenslange Arbeitsplatzgarantie. Diese Stellen sind dementsprechend sehr begehrt, werden aber vorzugsweise mit den Absolventen bestimmter renommierter Universitäten besetzt. Um in diese aufgenommen zu werden, muß man eine schwierige Aufnahmeprüfung machen. Der normale Schulbesuch reicht dafür nicht unbedingt, daher besuchen viele japanische Schüler zusätzlich noch Nachhilfeschulen.

Die Schulnoten sind in Japan sehr einfach geregelt: bei einem Test gibt es maximal 100 Punkte ("Manten" - "volle Punktzahl") zu erreichen. Alles, was korrekt ist, wird rot eingekringelt, sodaß Tests mit guten Noten wie ein rotes Schlachtfeld aussehen.

Strom

Die Spannung beträgt in Japan teilweise 100, teilweise 110 Volt, außerdem sind die Stecker ganz anders. Man braucht also ein auf die entsprechende Spannung umschaltbares Gerät und einen Adapter. Da es schwierig bis unmöglich ist, in Japan einen passenden zu kaufen, müssen Sie einen mitbringen.

Takkyuubin

JASMS Japanisch Sprachkurs - Takkyuubin

Das ist nicht nur Teil eines Anime-Titels (Kiki's Delivery-Service - Majo no Takkyuubin), sondern in Japan so was ähnliches wie bei uns UPS. Man kann (innerhalb Japans) alles Mögliche überall hinschicken lassen. Leider aber nicht ins Ausland. Dafür gibt es natürlich die normale Post, die aber nicht gerade sehr billig ist. (Ausgenommen sind Büchersendungen, also auch Mangas, die man als Insatsubutsu ("Drucksache") deklariert und bis 5 kg Gewicht ziemlich billig nach Deutschland geschickt bekommt.)

Telefon

Von Deutschland nach Japan muß man als Vorwahl 0081 wählen.

Von Japan nach Deutschland wählt man zunächst die Nummer einer der Telefongesellschaften (z.B. 001 für KDDI, 0041 für ITJ, 0061 für IDC), dann 0049. Die Schweiz erreicht man entsprechend mit der Vorwahl 0041, Österreich mit 0043.

Toiletten

Neben den bei uns üblichen Toiletten zum Draufsetzen ist in Japan auch noch eine andere Form von Toiletten verbreitet (man sieht sie gelegentlich in Animes, zum Beispiel in Lamune Fire Folge 21), die an im Boden eingelassene, längliche Porzellanschüsseln erinnern. Diese zu benutzen erfordert unter Umständen gewisse akrobatische Fähigkeiten. (Wie die Japaner das genau machen, habe ich nie herausbekommen.)

Im Übrigen gibt es bei der Toilettenbenutzung noch eine kulturelle Besonderheit zu beachten, die ich unter -> Umgangsformen beschrieben habe.

Trinkgeld

Trinkgeld wird nicht erwartet und auch nicht gegeben.

Übernachtung

-> Hotels

Umgangsformen

Wenn Sie sich höflich und anständig benehmen, kommen Sie überall in der Welt zurecht. Ein paar japanische Besonderheiten sollte man aber trotzdem kennen.

Als Ausländer haben Sie mehr oder weniger Narrenfreiheit, aber es wird Ihnen recht hoch angerechnet, wenn Sie zumindest versuchen, ein bißchen japanisch zu sprechen.

Valentinstag

Der 14. Februar ist Valentinstag, einer der größten Feiertage des Landes. Japan versinkt zu dieser Zeit im Schokoladen-Kaufrausch, denn es hat sich dort seit einigen Jahrzehnten eingebürgert, daß Mädchen und Frauen ihren Freunden / Kollegen / Bekannten Schokolade schenken. Je teurer diese Schokolade ist, desto höher steht derjenige auf der Skala der Wertschätzung der Schenkenden. Wenig populäre Männer erhalten nur die Pflicht-Schokolade (giri-choko).

Revanchieren können die Männer sich jeweils einen Monat später, also am 14. März, dem White Day.

Wasser

Das Wasser ist zwar teilweise relativ stark gechlort, aber überall ohne weiteres trinkbar. Ich habe es in mehreren Städten ausprobiert, das Wasser ist hygienisch absolut einwandfrei.

Da es in Japan zumindest im Sommer ziemlich heiß wird, steht an jeder Ecke ein Automat, an dem Sie gekühlte Getränke ziehen können. Das geht mit jedesmal 120 Yen ganz schön ins Geld. Wenn Sie sparen wollen, nehmen Sie eine Dose Eistee, Brause oder so was in der Art mit. Das schmeckt mit dem lauwarmen gechlorten Leitungswasser zwar nicht umwerfend, spart aber auf Dauer einiges an Kosten.

Windglöckchen

-> Fuurin

Zeit

In Japan ist es 8 Stunden später als bei uns (MEZ); es gibt keine Sommerzeit.

Zoll

Wenn Sie im Nicht-EG-Ausland etwas bestellen, dann wird an der EG-Außengrenze Zoll fällig, und zwar auf den Warenwert plus die Transportkosten vom Lieferanten zur Grenze bzw. zum Ziel. Auf die Summe aus Kaufpreis und Zoll wird dann noch die Mehrwertsteuer (heißt in diesem Fall Einfuhrumsatzsteuer) draufgeschlagen. Es gibt Freigrenzen, aber die sind für Zoll und Einfurumsatzsteuer unterschiedlich, damit es nicht zu einfach wird ...

Nicht ganz unwichtig ist dabei, wer die Transportkosten zahlt. FOB (free on board) bedeutet, daß Sie den Transport selbst bezahlen, was auf der Rechnung entsprechend ausgewiesen ist. In diesem Fall werden die Transportkosten komplett zum Kaufpreis addiert. CIF (cost of goods) hingegen bedeutet, daß der Versender den Transport zahlt. In diesem Fall muß nur der Transportkostenanteil, der außerhalb der EG angefallen ist, bezahlt werden. Bei einer Sendung von New York nach Frankfurt macht dieser Anteil etwa 2/3 der Gesamt-Kosten aus, 1/3 müssen Sie also nicht verzollen.

Wichtige Zoll-Sätze: Bücher und Software auf Disketten sind zollfrei (nicht aber einfuhrumsatzsteuerfrei). DVDs und Software auf CDs: 1%, Musik-CDs: 3,5%, Kleidung etwa 10%. Diese Sätze können sich natürlich immer mal wieder ändern.

Wenn Sie selbst reisen und etwas mitbringen, dann ist der Gegenwert von 175 Euro (wenn ich das richtig im Kopf habe, auf jeden Fall zeimlich wenig) zollfrei. Da Japan allerdings nicht gerade zu den Schmugglerparadiesen zählt, haben Sie gute Chancen, den Zoll trotzdem unkontrolliert zu passieren.


Weitere Hinweise finden Sie im Internet. Ein paar Links habe ich dazu gesammelt.


Erstellt am 31.8.1999. Letzte Änderung: 2.2.2011

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